Adolph Kolping

 

Die Geschichte - Die Idee - Die Kolpingsfamilie Rosellen


Wer war Adolph Kolping?

Adolph Kolping wurde als 4. Kind eines Schäfers im Jahre 1813 in Kerpen geboren und wuchs in sehr bescheidenen Verhältnissen auf. Er erlernte das Schuhmacherhandwerk und entschied im Alter von 23 Jahren sein bisheriges Leben aufzugeben, um Priester zu werden. 1847 empfing er in der Kölner Minoritenkirche die Priesterweihe. Als Kaplan in Elberfeld lernte er den von Johann Gregor Breuer gegründeten Gesellenverein kennen und wurde 1847 dessen Präses. Hier erfährt Kolping Möglichkeiten, persönliche Nöte und soziale Probleme zu bewältigen. Nach seiner Versetzung nach Köln gründet er 1849 den katholischen Gesellenverein. Hier fand Kolping seine eigentliche Lebensaufgabe und leistete jungen Menschen in bedrängter Situation Hilfestellung. Die Menschen erlebten Gemeinschaft und Geborgenheit, allgemeine, berufsbezogene und religiöse Bildung, ergänzt durch geselliges Miteinander. Innerhalb weniger Jahre gelangen Adolph Kolping zahlreiche Neugründungen. Die ersten Vereine schlossen sich 1850 zu einem Verband zusammen. Bis zu seinem Tod 1865 entstanden mehr als 400 Gesellenvereine in Deutschland und vielen Ländern Europas. Adolph Kolping gilt heute als Sozialreformer der ersten Stunde und der Initiator der katholischen Sozialbewegung, der Wegbereiter der katholischen Soziallehre. 1991 wurde er von Papst Johannes Paul II selig gesprochen.

Was bedeutet Kolping heute?

Wo früher die sogenannten Gesellenvereine ihre Aufgaben in der Einrichtung von Gesellenhäusern, Spar-, Kranken-, Sterbekassen fanden und als katholische Sozialbewegung in der damaligen Auseinandersetzung um Sozialpolitik, Handwerksorganisation und Gewerkschaftsfragen standen, hat es nach 1945 einen Neuaufbau in der Bundesrepublik Deutschland auf neuen Fundamenten gegeben. Zunehmend fanden Menschen aus unterschiedlichen Berufen Interesse an der pfarrbezogenen Kolpingsfamilie. Diese versteht sich jetzt als familienhafte und generationsübergreifende Gemeinschaft. In den 60ger Jahren wurde die Gruppe Jungkolping gegründet. Weltweit gelang es, die Ideen Kolpings in unterschiedlichen Nationen und Kulturen umzusetzen.

Die Kolpingsfamilie Rosellen:

Die Kolpingsfamilie Rosellen, das sind über hundert Erwachsene und Kinder, die gemeinsam das Gemeindeleben gestalten, an Bildungs-, kulturellen und kirchlichen Veranstaltungen teilnehmen, Familien- und Kinder- und Jugendfreizeiten organisieren und natürliche feste Feste feiern. Für Jung und Alt gibt es über das ganze Jahr hinweg viele interessante Angebote und Gesprächsthemen, die das Gemeindeleben im Sinne Adolph Kolpings bereichern und lebendig werden lassen. Und dies ist nicht ein geschlossener Verein. Jeder ist herzlich willkommen.
Die Veranstaltungstermine hängen im Schaukasten an der St. Peter Kirche aus und werden regelmäßig in den Pfarrnachrichten veröffentlicht. Schauen Sie doch einfach mal vorbei. Wir, die Kolpingsfamilie Rosellen, freuen uns auf Sie/Euch.
Ein großes Highlight im Programm der Kolpingsfamilie Rosellen war im Sommer diesen Jahres die große Patchworkausstellung "Kunst und Musik" in der St. Peter Pfarrkirche. 14 Tage lang erstrahlte unsere Kirche in ganz ungewöhnlichem Glanz. Sie wurde geschmückt mit über 40 kunstvoll gestalteten Quilts, die die Patchwork-Riege der Kolpingsfamilie Rosellen unter der Leitung von Elsbeth Dünnwald angefertigt hat. Anlässlich des Patroziniums, des Namenstages unseres Pfarrpatrones schenkte diese Gruppe der Pfarre ein gemeinschaftlich gequiltetes Altartuch, das das auf dem Kopf stehende Petruskreuz darstellt. Ein toller Blickfang, der alle begeisterte. Diesen Rahmen nutzten dann auch die Musikerinnen und Musiker unserer Gemeinde, um Ihre Instrumente und Stimmen in der durch die Quilts hervorgerufenen sehr guten Akustik in der Kirche erklingen zu lassen. Ein ungewöhnliches Kunsterlebnis, das sicherlich noch vielen von uns in Erinnerung bleibt

 
   
© Kolpingjugend Neuss-Rosellen St.Peter e.V.

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